Stadtarchiv Ulm

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B.a.6. Standesamtswesen und Statistik

Laufzeit: 1810 - 1994
Umfang: 8,5 lfm mit 250 Einheiten
Findmittel: Kartei und Datenbank für die verzeichneten Unterlagen, sonst Ablieferungslisten
Signaturen: B 051 - 052

Kurzbeschreibung:

Seit der reichsweiten Einführung des Standesamtes im Jahre 1876 obliegt den Gemeinden die Zuständigkeit der Beurkundung von Geburten, Eheschließungen und Sterbefällen. Aus rechtlichen Gründen müssen die darüber angelegten Personenstandsbücher beim Standesamt verbleiben, so dass Unterlagen organisatorischen Inhalts den Schwerpunkt der archivischen Überlieferung darstellen1. Das Standesamt bildete bis 1973 eine eigenständige Einrichtung, wurde dann als Abteilung IV in das Einwohner- und Standesamt integriert und stellt seit 1998 ein Sachgebiet der Abteilung IV des Verwaltungsbereichs Bürgerdienste dar2.

Im Zuge der Verwaltungsreform von 1919 wurde beim Stadtpolizeiamt eine Abteilung für Statistik eingerichtet3. Nach 1945 bildete diese Zuständigkeit zunächst eine Abteilung des Gewerbeamts, die dann mit Wirkung vom 1. Januar 1950 mit dem Wahlamt und der Adrema-Abteilung zusammengelegt und zur eigenständigen Einrichtung erhoben wurde4. 1973 kam die Statistik als Abteilung II Statistik und Wahlen zum Einwohner- und Standesamt und bildet seit 1998 ein Sachgebiet der Abteilung III des Verwaltungsbereichs Bürgerdienste.

1: siehe dazu § 61 des Personenstandsgesetzes: BGBl. I, Nr. 44 vom 8. August 1957, S. 1125.
2: siehe Ropp, Friedrich von der, Ämter und Behörden in Ulm 1945-1974, in: Hans Eugen Specker (Hrsg.), Tradtion und Wagnis (Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm, Bd. 12), Ulm 1974, S. 255.
3: StA Ulm, B 020/0 Nr. 2.
4: siehe Ropp, Friedrich von der, Ämter und Behörden, S. 250.

B.a.6.1. Standesamtswesen
B.a.6.2. Statistik