Stadtarchiv Ulm

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B.d.1. Schulwesen

Laufzeit: 1797 - 1999
Umfang: 34,5 lfm mit ungefähr 1600 Einheiten
Findmittel: Kartei und Datenbank und Ablieferungslisten
Signaturen: B 200 - B 280
Verweis: Weitere Informationen über das Schulwesen bieten die durch Generalindices erschlossenen Stiftungsratsprotokolle, vgl. B.d.4.1.2. Kirchen. Unterlagen über das Katharinen-Institut (Waisenhaus mit Armenschule) vgl. B.e.4.3. Hospital

Kurzbeschreibung:

Der Bestand "Schulwesen" dokumentiert die ganze Bandbreite des Schulwesens in Ulm von der Organisation und der Einführung neuer Schultypen über den Unterrichtsbetrieb und die Personalia von Lehrern und Schülern bis hin zu Planung und Bau neuer Schulgebäude1.

Die Überlieferung über das Schulwesen stammt im wesentlichen aus folgenden Registraturen:

-Stadtschultheißenamt bzw. Schul- und Sportamt:
Beim Stadtschultheißenamt wurde 1919 ein Schulreferat eingerichtet, das 1935 als Schulamt eigenständiges Amt wurde und 1950 mit dem Amt für Sport- und Badewesen zum Schul- und Sportamt vereinigt wurde. 1954 wurde die Bäderverwaltung aus dem Schul- und Sportamt ausgegliedert und 1965 wieder integriert. Zum 15.November 1983 erhielt das Schul- und Sportamt die offizielle Bezeichnung Schul-, Kultur- und Sportamt. Am 1. April 1991 wurde mit der Errichtung eines eigenständigen Kulturamts der Bereich "Kultur" verselbständigt und wieder die alte Bezeichnung Schul- und Sportamt angenommen. Seit der Verwaltungsreform vom 1. Januar 1998 besteht das Schul- und Sportamt als Abteilung "Bildung und Sport" innerhalb des Fachbereichs "Kultur, Bildung, Sport und Freizeit".
-Registraturen der einzelnen Schulen in Ulm2
-Unterlagen aus dem 19. Jahrhundert stammen auch von der Kirchen- und Schulstiftungsverwaltung, der die Aufsicht über die Schul- und Kirchenstiftungen oblag3. Als Nachfolgebehörde wurde nach Ausscheidung des Kirchenvermögens 1894 die Bürgerliche Stiftungspflege eingerichtet mit der Aufgabe, die Vermögensanteile und Verbindlichkeiten, die nicht der Gesamtkirchengemeinde zugewiesen wurden, zu verwalten. Ihre Zuständigkeit erstreckte sich vor allem auf die Unterhaltung der Schulanstalten. Ab 1895/96 besorgte die Stadtpflege die Rechnungslegung der Bürgerlichen Stiftungspflege. Durch Beschluß des Gemeinderats vom 1. Juli 1909 wurde die Bürgerliche Stiftung als selbständiger Vermögenskomplex aufgehoben und das Vermögen mit dem der Stadt vereinigt.
-Akten über Schulbau und -planung wurden vor allem von Baubehörden, z.B. Stadtbaudirektor, Baudezernent (BM 3) und Hochbauamt übernommen.

1: Für das 19. Jahrhundert siehe Kindl, Manfred, Die öffentlichen Schulen in Ulm, in: Eugen Specker (Hrsg.), Ulm im 19. Jahrhundert (Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm: Reihe Dokumentation, Bd. 7), Ulm 1990, S. 442-463.
2: Laut Vereinbarung mit der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg ist das Stadtarchiv seit 13. Mai 1994 auch für die Übernahme der staatlichen Überlieferung der Schulen zuständig. Ausgenommen hiervon ist lediglich das Schriftgut der Modellschulen, das weiterhin den staatlichen Archiven angeboten werden muß. Zu den Modellschulen in Ulm gehören die Elly-Heuss-Realschule, die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule (Schule für Körperbehinderte), Astrid-Lindgren-Schule (Schule für Sprachbehinderte) sowie als gewerbliche Schulen die Robert-Bosch- und die Ferdinand-von-Steinbeis-Schule.
3: Zur Organisation und Zusammensetzung des Stiftungsrats vgl. B.d.4.1.2.

B.d.1.1. Allgemeines, Errichtung, Schulgeschichte, Schulordnung, Organisation u.a. einzelner Schulen und Schultypen
B.d.1.2. Schulverwaltung, Schulrecht, Eltern- und Schülervertretungen
B.d.1.3. Finanzielle Angelegenheiten
B.d.1.4. Schulgrundstücke und -gebäude
B.d.1.5. Schulstatistiken
B.d.1.6. Unterrichtsbetrieb
B.d.1.7. Lehrkräfte
B.d.1.8. Schüler