Stadtarchiv Ulm

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B.f.1. Bau- und Wohnungswesen

Laufzeit: 1794 - 1996
Umfang: 1 270 lfm mit ungefähr 28 000 Einheiten
Findmittel: Kartei, Datenbank und Ablieferungslisten
Signaturen: B 362/20, B 362/40, B 362/6 Nr. 7, B 600 - B 653, B 670 - B 683, B 701 - B 702, B 703/4
Verweis: Unterlagen über städtische Gebäude vgl. B.a.3.3. Unterbringung der Ämter der Stadtverwaltung; vgl. B.h.1. Grundvermögen von Stadt und Hospitalstiftung; Pläne zum Rathausumbau 1899 - 1905 vgl. F.a.8.2. Bauentwürfe und Bauaufnahmen; siehe dazu auch die jeweiligen Sachgebiete

Kurzbeschreibung:

Der Bestand "Bau- und Wohnungswesen" dokumentiert Stadtplanung und Städtebau einschließlich Baupolizei und Vermessungswesen, die Bemühungen zur Behebung der Wohnraumnot und den Wiederaufbau nach dem Krieg sowie Verkehrsplanung, Straßenbau und Stadtentwässerung.

Die Unterlagen des Bestands stammen überwiegend aus den Registraturen verschiedener Baubehörden: Etwa seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist ein Stadtbauamt nachweisbar, das 1898 in ein Hoch- und Tiefbauamt aufgeteilt wurde. 1899 wurde ein städtisches Vermessungsamt eingerichtet, 1937 die beim Hochbauamt angesiedelte Abteilung Städtebau als Stadtplanungsamt eigenständiges Amt.

In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts entstand die Baukontrolle als eigenständige Einrichtung, aus der sich das Baupolizeiamt entwickelte; es wurde 1945 in Bauordnungsamt und 1950 in Baurechtsamt umbenannt. 1964 wurde das Prüfamt für Baustatik aus dem Baurechtsamt ausgegliedert, nachdem es schon 1956 eine eigenständige Abteilung innerhalb des Baurechtsamts geworden war.

1977 wurde das Bauverwaltungsamt mit hauptsächlich folgenden Aufgaben geschaffen: allgemeine Funktionen zur Unterstützung des Baudezernenten sowie Betreuung der Ämter des Baudezernats im Rechnungswesen; Bearbeitung von Anträgen auf Fördermittel des Bundes, Landes und anderer Geldgeber; Erhebung öffentlich-rechtlicher Beiträge (Erschließungs- und Entwässerungsbeiträge). 1985 wurde das bisher selbständige Wohnungsbauamt1 als Abteilung dem Bauverwaltungsamt zugewiesen. 1991 wurde das Bauverwaltungsamt mit dem Bereich "Umwelt" (einschließlich Naturschutz), der bis dahin auf verschiedene städtische Dienststellen verteilt war, zum Umwelt- und Bauverwaltungsamt vereinigt.
Das Umwelt- und Bauverwaltungsamt wurde 1993 aufgeteilt in das Amt für Stadtökologie und Umweltplanung, das Umweltrechtsamt und das Amt für Wohnungswesen. Das Amt für Wohnungswesen erhielt außerdem die Wohngeldstelle, die bisher dem Sozialamt angegliedert war.

Das Tiefbauamt wurde 1993 in das Amt für Verkehrsplanung und Straßenbau und das Amt für Abfall- und Abwasserwirtschaft geteilt. Letzteres besteht seit 1996 als städtischer Eigenbetrieb mit der Bezeichnung Entsorgungsbetriebe der Stadt Ulm (EBU).

Nur in der unmittelbaren Nachkriegszeit existierten das Umlegungsamt2, das Baustoffamt, Aufbauamt und Bauwirtschaftsamt.

Sämtlichen Bauämtern übergeordnet war der Stadtbaudirektor bzw. Baudezernent. Seit der Verwaltungsreform vom 1. Januar 1998 unterstehen alle ehemaligen Bauämter als Abteilungen oder Sachgebiete dem Fachbereich Stadtentwicklung und Umwelt. Das Baurechtsamt, Prüfamt für Baustatik, Umweltrechtsamt und Amt für Wohnungswesen wurden in diesem Zusammenhang zur Abteilung "Baurecht, Umweltrecht und Wohnen (BUW)" zusammengefasst, während die anderen Bauämter im wesentlichen als Abteilungen innerhalb des Fachbereiches angesiedelt wurden.

1: Ein Wohnungsamt wurde bereits 1919 eingerichtet. Das Wohnungsbauamt wurde 1956 durch Zusammenlegung von Aufbau- und Wohnungsamt gebildet.
2: Das Umlegungsamt wurde 1956 aufgelöst und als Abteilung "Umlegungen" in das Stadtmessungsamt eingegliedert.

B.f.1.1. Rechtsvorschriften, Organisation
B.f.1.2. Raumordnung, Städtebau und -planung
B.f.1.3. Wohnungswesen
B.f.1.4. Straßen- und Brückenbau
B.f.1.5. Stadtentwässerung und Kanalisation