Stadtarchiv Ulm

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C.b. Kameralämter Ulm und Langenau

Laufzeit: 1810 - 1879
Umfang: 3,8 lfm mit 72 Einheiten
Findmittel: Bandrepertorium und Datenbank
Signaturen: C 9 Kameralamt Langenau, C 12 Kameralamt Ulm
Verweis: siehe dazu auch ergänzend die Überlieferung im Staatsarchiv Ludwigsburg in den Beständen F 24 und F 1/24 (Kameralamt Langenau) sowie F 90 und F 1/90 (Kameralamt Ulm)

Kurzbeschreibung:

Die Kameralämter waren im Königreich Württemberg die unterste Ebene der Finanzverwaltung. Sukzessive wurde ihr Kompetenzbereich an die der jeweiligen Oberämter angeglichen. Sie erhoben die direkten und indirekten Steuern und verwalteten das staatlichen Vermögen einschließlich der Liegenschaften. Die württembergische Steuerverwaltung ging zum 01.10.1919 auf das Deutsche Reich über. Von diesem Zeitpunkt an erhielten die Kameralämter den Status von Finanzämtern im Sinne des Gesetzes über die Reichsfinanzverwaltung, behielten zunächst aber noch ihren alten Namen bei. Zum 1.4.1920 gingen dann die Geschäfte der Landessteuerbehörden endgültig auf die Reichsfinanzverwaltung über, und die Kameralämter wurden in Finanzämter umbenannt. Die Ausgliederung der württembergischen Liegenschaftsverwaltung aus den Finanzämtern erfolgte erst im Jahr 1922 durch die Errichtung von Staatsrentämtern (seit 1957: Staatliche Liegenschaftsämter). Seit dem Zusammenbruch des Jahres 1945 sind die Finanzämter, wie schon früher die Staatsrentämter, wieder reine Landesbehörden.

Eine Reihe von Kameralämtern wurde schon in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts aufgelöst und mit den Bezirken anderer Kameralämter vereinigt. Dazu gehört auch das Kameralamt Langenau, das am 1.7.1839 aufgehoben und mit dem Kameralamt Ulm vereinigt wurde.

Abbildung: Blick in den Innenhof des Neuen Baus, dem Sitz des "Königlichen Kameralamts Ulm": StA Ulm, G 7/2.1 Münsterplatz 47 (Neuer Bau).

Bild nicht gefunden.

C.b.1. Kameralamt Langenau
C.b.2. Kameralamt Ulm