Stadtarchiv Ulm

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F.e. Chronik Zeitbild

Laufzeit: (1129), 1519 - 1980
Umfang: ca. 450 Blatt
Findmittel: Bandrepertorium, Datenbank
Signatur: F 5
Verweis: Die Bilddokumentation von Ereignissen übernimmt seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im wesentlichen die Photographie und später zusätzlich der Film, vgl. G.h. Bilddokumentation

Kurzbeschreibung:

Sammlung von überwiegend graphischen Blättern zur Bilddokumentation besonderer Ereignisse vornehmlich aus der Geschichte der Stadt, des Reiches und vereinzelt des Auslandes. Zitiert als: F 5 - Chr.Zb. Jahr, Monat, Tag.

Die Blätter sind in der Mehrzahl zeitgenössisch; vereinzelt sind Ereignisse in Retrospektive nach den historischen Vorstellungen späterer Jahrhunderte dargestellt: z.B. Zerstörung Ulms 1131/34 (auf dem Blatt fälschlich mit 1129 datiert).
Dokumentiert sind Ereignisse und Vorgänge aus unterschiedlichen Bereichen historischen Geschehens, darunter:
Politische Ereignisse (z.B. Der Westfälische und Aachener Friede 1648/1748 oder der Brotkrawall bei der Langmühle in Ulm 1848), Kriege (z.B. Schlacht und Sieg Gustav Adolfs über die Truppen der Liga 1632 bei Rain/Lech oder Überfall auf Ulm durch Bayern 1702 ), militärische Vorgänge (z.B. Musterung und Einschiffung der Schwäbischen Kreistruppen in Ulm 1683/84), kirchengeschichtlich bedeutsame Ereignisse (z.B. Übergabe der "Confessio Augustana" an Kaiser Karl V. auf dem Augsburger Reichstag 1530).
Weitere Bilddokumente, darunter: zu Verkehr und Wirtschaft (z.B. Ankunft des ersten Dampfschiffes in Ulm 1839 und Schwäbische Industrieausstellung in Ulm 1871), zu besonderen technischen Leistungen (Flugapparat von Albrecht Ludwig Berblinger und Flugversuch über die Donau 1811), zu Naturereignissen (z.B. Kometenerscheinung von 1618), zu Kultur und Brauchtum (z.B. Liederfest in Ulm 1836 und Ulmer Fischerstechen von 1794), zum gesellschaftlichen Leben (z.B. Lustschlittenfahrt der Königin von Polen und der Herzogin von Lothringen 1679), zum Justiz- und Gerichtswesen (z.B. Ermordung von Marx Christoph Besserer durch Albrecht Harsdörfer im Ulmer Rathaus 1738), zu Katastrophen und Unglücksfällen (z.B. Sturz eines dreijährigen Kindes in die Blau und dessen Rettung 1726).
Zu einzelnen historischen Persönlichkeiten und Vorgängen in Deutschland und im Ausland, vornehmlich des 19.Jahrhunderts, enthält der Bestand farbige Spottblätter und Karikaturen.

Für die Zeit bis zum Ende des 18. Jahrhunderts sind insgesamt etwa 160 Blätter überliefert, die Mehrheit stammt aus dem 19. Jahrhundert (ca. 260 ). Am umfangreichsten ist das Kriegsgeschehen um Ulm von 1805 mit insgesamt 55 Blatt dokumentiert, davon allein 20 Blatt mit 8 unterschiedlichen Motiven von der Einnahme der Stadt durch Napoleon und der Kapitulation der Österreicher am 17. Oktober 1805. Für das 20. Jahrhundert sind ca.30 Blatt (bis 1980) überliefert.
Der Bestand wird mit graphischen Blättern von besonderen stadthistorischer Ereignissen fortgeführt.