Stadtarchiv Ulm

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F.i.1. Historische Trachten und Mode

Die Blätter dokumentieren die jeweils obrigkeitlich vorgeschriebene bzw. zeitgenössische und lokal/regional getragene Kleidung - je nach Stand und Beruf (Bauern, Bürger, Handwerker, Geistliche, Patrizier, Adelige, etc.), Funktion (Bürgermeister, Stadtbote, Almosenknecht etc.), sozialem Status (Knecht, Magd, verheiratete oder unverheiratete Frau etc.), unterschiedlichem Anlass (Hochzeit, Beerdigung, Marktgang, Sonntag, Werktag etc.) oder vereinzelt auch nach Jahreszeiten (Winter oder Sommer). Die Mehrzahl der überlieferten Blätter, auch mit Kleider-Darstellungen aus früheren Jahrhunderten, entstand im 19. Jahrhundert. Dazu gehört etwa eine Sammlung von kolorierten Handzeichnungen mit Darstellungen von Ordensrittern, beginnend mit den Templern. Eine besonders aufschlussreiche Serie bilden die sog. "Rommelfiguren", Lithographien (24 Blatt) von Personen aus den unterschiedlichen Bereichen des reichsstädtischen Lebens in Ulm, angefertigt von L. A. Fuchs um die Mitte des 19. Jahrhunderts nach den vom Ulmer Hafnermeister Septimus Rommel (1778 -1846) geschaffenen Tonfigürchen.
Vereinzelt enthält der Bestand auch reine Kostümbilder, Festzugsdarstellungen, Abbildungen von Brauchtumsfiguren (z.B. "Bauer und Bäuerin" aus dem Ulmer Fischerstechen ) oder auch Darstellungen einzelner Kleidungstücke, wie etwa Hüte, einer bestimmten Zeitepoche. Die Hersteller der Blätter sind überwiegend unbekannt. Die Techniken unterschiedlich: Bleistift-, Tusch- und Federzeichnungen, Kupferstiche, Lithographien, Drucke etc.