Stadtarchiv Ulm

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G.g.8. Filme

Die Sammlung ist aus öffentlicher, kommunaler und privater Provenienz entstanden. Sie beginnt mit einem Film, der anlässlich einer Gewerbeausstellung in Ulm 1922 gedreht wurde. Besonders aufschlussreich unter den vor 1945 gedrehten Filmen sind ein Werbefilm der Firma Magirus von etwa 1927 und ein nachträglich aus mehreren Streifen zusammengeschnittener Film "Das Leben im alten Ulm", der in einer Laufzeit von ca. 40 Minuten Länge anschaulich das Stadtbild und wichtige Ereignisse der Zeit bis zur Zerstörung am 17. Dezember 1944 dokumentiert. Den Bestand ergänzen Ausschnitte aus vier Wochenschaufilmen zu den Themen: Begräbnis von Generalfeldmarschall Rommel, Oktober 1944; Reichsführer SS Himmler im Ulmer Rathaus wenige Tage vor der Bombardierung im Dezember 1944; Schallplattensammlung und der Empfang der Ulmer Marine HJ durch Admiral Dönitz 1942 sowie die Besichtigung der Stadt durch Soldaten der Wehrmacht im Winter 1941/42. Die frühesten, aus hochexplosivem Nitrozellulose-Material bestehenden Filme wurden 1975 aus Sicherheitsgründen auf 16 mm Material umkopiert. An frühem Nachkriegsmaterial seien ein vertonter Webefilm aus dem Jahre 1950, Filme über den Deutschen Feuerwehrtag von 1953 sowie über das Landesturnfest 1954 erwähnt. Aus den 60er Jahren ist eine Filmdokumentation über die Gründung der Universität Ulm von 1967 hervorzuheben. Durch Kooperation mit den Ulmer Film- und Fotoamateuren und der Kreismedienstelle konnten die wichtigsten Ereignisse ab etwa 1970 festgehalten werden. Als wenige Beispiele seien hier genannt: Oberbürgermeisterwechsel 1972, 600 Jahre Ulmer Münster 1977, Landesgartenschau 1980, Landesturnfest 1984 sowie 150 Jahre Bundesfestung 1994 und 600 Jahre Großer Schwörbrief 1997. Zuwachs wird der Bestand im wesentlichen nur durch den Erwerb historischer Filme erfahren; aktuelle und künftige Ereignisse werden vor allem durch neue Medien (Videotechnik usw.) dokumentiert werden.

Laufzeit: 1922 - 1997
Umfang und Erschließungsstand: Ca. 100 Filmrollen, davon 10 auf 35 mm, ca. 60 auf 16 mm und ca. 30 Normal- und Superachtfilme, jeweils zur Hälfte in Schwarzweiß und Farbe (ab 1942); 30 Filme vertont (ab 1942); erschlossen durch eine Liste
Signatur: G 7/8