Stadtarchiv Ulm

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J.c. Münzen, Medaillen, Gedenk- und Erinnerungsstücke

Laufzeit: 222/235, 1601 - 1997
Umfang: ca. 100
Findmittel: Kartei
Signatur: J 3
Verweis: H Glöcklen, Nr.13: Sammlung Ulmer Münzen, 14. - 18. Jahrhundert (vgl. H.b.20. ); zu Abbildungen und Beschreibungen von Münzen und Medaillen siehe dazu folgende Nachlassbestände (vgl. H.b. ): H Best, Nr.1 (vgl. H.b.21. ); H Glöcklen, Nr.11 (vgl. H.b.20. ), H Häberle, Nr.1; H Neubronner, Jakob, Nr. 5, 13 - 15; H Schmidt, Nr. 37 (vgl. H.b.15. )

Kurzbeschreibung:

Zur Verwahrung von Münzen, Medaillen, Gedenk- und Erinnerungs-stücken wurde eine Sondersammlung gebildet. Die dem Archiv übergebenen Stücke reichen von Abzeichen, Gedenkmünzen und -medaillen, Plaketten, Krügen, Tellern, Schalen bis hin zu Kacheln oder einem Wimpel anlässlich eines Ortsjubiläums. Besondere lokalhistorische Erinnerungsstücke sind Schlüssel aus dem 19. Jahrhundert zum Ulmer Gänstorturm und zum Durchgang auf die Ulmer Wallanlagen1.

Vornehmliche Anlässe für die Ausgabe von Gedenkstücke sind historische Festdaten (z.B. 600 Jahre Ulmer Münster 1977, 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Ulm 1997) Orts-, Vereins- und Firmenjubiläen, daneben u.a. auch Veranstaltungen und Ausstellungen unterschiedlicher Art wie Gewerbeausstellungen (z.B.Württembergische Flaschnerausstellung von 1895 in Ulm, Allgemeine Ausstellung der Kochkunst 1900 in Ulm), "Schachtelfahrten"2 oder Landesgartenschau in Ulm 1980.

Ältestes Stück der Sammlung ist eine Silbermünze des römischen Kaisers Marcus Aurelius Alexander Severus (222-235). Eine eigene Gruppe innerhalb des Bestandes bildet eine vermutlich geschlossen übernommene Sammlung von 30 Gedenkmünzen zu unterschiedlichen - vorrangig militärischen und politischen -Personen und Ereignissen, darunter Gedenkmünzen zu Kurfürst Christian II. von Sachsen (1601), König Ferdinand III. (um 1636), Königin Maria Theresia (1743), Kaiser Franz I. (1745), zu Kometenerscheinungen (1680), einem guten Erntejahr 1772, zum Frieden von Luneville 1801 oder zur Kapitulation der Städte Ulm und Memmingen 1805 in den napoleonischen Koalitionskriegen.

1: Nach einem dem Schlüssel beigefügten Vermerk war es gegen Ende des 19. Jahrhunderts üblich, dass die Bürger der Stadt sich einen solchen Schlüssel für die in den Wall eingebauten Türen besorgten, um auf den Anlagen spazieren gehen zu können.
2: Von der "Gesellschaft der Donaufreunde Ulm" organisierte Donaufahrten auf einer Ulmer Zille von Ulm nach Wien. siehe Petershagen, Wolf-Henning u.a., Die Ulmer Schachtel- Ein schwimmendes Kuriosum, Ulm 2001.