Stadtarchiv Ulm

nach oben

J.d.1. Beschreibung

Die heute im Stadtarchiv verwahrte umfangreiche Siegelsammlung stammt fast vollständig aus einzelnen Sammlungen mehrerer Privatpersonen. Die Sammlungen sind von unterschiedlichem Umfang (die kleinste Sammlung 20, die größte ca. 25.000) und kamen über das Ulmer Museum (vermutlich nach 1945) an das Stadtarchiv. Ergänzend zu den privaten Sammlungen wurde im Stadtarchiv eine eigene Sammlung abgegangener Originalsiegel angelegt (ca.500 mehrheitlich grüne Wachssiegel in farbloser Schale).
Die Sammlungen enthalten Siegel verschiedener Art, Herkunft und Inhaber. Die Siegel sind als Einzelstücke überliefert oder auf Tafeln/Einzelblättern bzw. in Alben zusammengestellt.

Bei den überlieferten Siegeln des Gesamtbestandes überwiegen zahlenmäßig die Nachprägungen, meist auf rotem Siegellack, in geringerem Umfang sind Originalsiegel (Wachs-, Papier-, Oblaten- und Lacksiegel) erhalten. An Siegeltypen sind alle drei Hauptgruppen vertreten: Bild-, Portrait- und Wappensiegel.

Innerhalb des Bestandes sind vor allem zwei Sammlungen von besonderer Bedeutung: Eine Sammlung von 357 Originalsiegeln auf Originaldokumenten (teilweise vollständig, darunter ein gedruckter Lehensbrief für Hans Freiherr von Bemelberg von Erzherzog Maximilian von Österreich 1615; mehrheitlich Abschnitte mit Datum und Unterschriftszeile); den umfangreichsten Teil des Bestandes macht eine privat zusammengetragene Sammlung von ca. 25.000 Siegeln (überwiegend Nachprägungen) aus. Die Sammlung umfasst 45 Einzelkartons und ist entsprechend ihrer ursprünglichen Gliederung aufgestellt.